burgerme Wissenswertes Burger Worauf kommt es beim Bun an?
Ein echter Lieblingsburger braucht nicht nur ein saftiges Patty, sondern auch ein passendes Bun. Die ersten Burgerkreationen wurden zwischen zwei Scheiben Toastbrot serviert – eine Lösung, die zwar einfach war, aber schnell an ihre Grenzen stieß: Das geröstete Brot sog die Fleischsäfte auf und zerfiel, was den Genuss trübte und das Essen schwierig machte.
1916 revolutionierte Walter Anderson, ein Koch aus Wichita, Kansas, die Welt der Burger: Er erfand das erste speziell für Burger konzipierte Brötchen – weich, rund und stabil. Dieses Bun hielt den Burger perfekt zusammen und sorgte zudem für ein vollkommen neues Geschmackserlebnis. Seitdem hat sich das Bun stetig weiterentwickelt und ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Burgers.
Ein gutes Bun muss nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch mehrere Eigenschaften mitbringen, damit der Burger zu einem echten Genussmoment wird.
Allen voran braucht das Brötchen die richtige Struktur: Das Bun muss stabil genug sein, um die Füllung aus Patty, Toppings, Saucen und zart schmelzendem Cheese zu halten, ohne dabei zu zerfallen. Gleichzeitig muss es die Säfte des Pattys aufsaugen, ohne matschig zu werden.
Nicht weniger wichtig ist die Textur des Buns: Weich und fluffig im Inneren, sorgt es für ein angenehmes Mundgefühl, während die leicht feste oder sogar knusprige Außenseite dem Burger zusätzlichen Biss verleiht.
Und zu guter Letzt muss natürlich auch der Geschmack des Buns überzeugen: Er sollte den Geschmack des Pattys, der Toppings und der Saucen perfekt ergänzen. Dabei darf der Bun-Geschmack diese weder überdecken, noch zu dezent sein und vollständig „untergehen“.
Natürlich sind den Ideen auch bei Buns nahezu keine Grenzen gesetzt. Deshalb finden sich mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten und Rezepturen.
So sind Pretzel Buns vor allem in den USA beliebt. Ihre salzige Note und der feste Biss verleihen dem Burger eine ganz besondere Würze. Bei den sogenannten Luther Buns hingegen wird das klassische Brötchen gegen zwei Donuts getauscht – eine spannende süß-herzhafte Kombination.
Aus Japan stammen die Black Buns, die mittlerweile auch in Europa gefragt sind. Dabei werden die Buns mit Tintenfischtinte oder Aktivkohle schwarz gefärbt, was sie zu einem absoluten Hingucker macht.
Ein recht neuer Trend sind die sogenannten Dutch Crunchs – auch bekannt als Tijgerbrood. Diese Brötchen zeichnen sich durch eine besonders knusprige, gezackte Oberseite aus, die durch einen speziellen Belag beim Backen entsteht. Vor allem in San Francisco und Los Angeles findet man sie in vielen Street-Food-Shops und Diners.
Du siehst: Das Bun ist längst mehr als nur ein „Deckel“ auf und unter dem Patty – es ist ein wichtiger Bestandteil des Burgers, der seinen Geschmack und das Genussgefühl maßgeblich prägt.